Wemhöner stärkt den Standort Herford

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Wemhöner/IHB
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2016 betrug der Umsatz beim Maschinen- und Anlagenbauer Wemhöner Surface Technologies 110 Millionen Euro. Diese Zahl konnten die Herforder im vergangenen Jahr um zehn Millionen Euro steigern. Für 2018 wird erneut ein beachtliches Umsatzplus von weiteren zehn Millionen Euro erwartet.

Jetzt sieht es nach der logischen Konsequenz aus, wenn am Stammsitz an der Planckstraße ein Komplex auf der gegenüberliegenden Straßenseite bezogen, eine zusätzliche 2.000 Quadratmeter große Halle gebaut und vier Millionen Euro für die Gebäude sowie acht Millionen Euro für neue Maschinen investiert werden.

Doch auch wenn sich das Firmenareal von 12.000 auf 20.000 Quadratmeter Grundfläche im Gewerbegebiet Heidsiek vergrößert, von Erweiterung mag Geschäftsführer Heiner Wemhöner nicht sprechen. „Wir verschlanken unsere Produktions-Prozesse, wir erhöhen aber nicht unsere Produktions-Kapazitäten", sagt der Enkel des Firmengründers Heinrich Wemhöner.

Dessen Sohn Heinrich Wemhöner jun. trat in den 1950er Jahren in das Unternehmen ein, bewies Weitsicht und erwarb in dem Industriegebiet vor gut 30 Jahren eine Freifläche gegenüber der heutigen Firmenzentrale. Zunächst montierten hier die Audio-Spezialisten von T + A ihre hochwertigen Hi-Fi-Anlagen, später zogen die Kunststofftechniker von Heinze ein, ehe die Werkzeugbauer von Richter Büros und Produktionsstätten belegten.

„Ich habe das damals nicht verstanden, warum mein Vater Geld für Boden ausgab", bekennt Heiner Wemhöner, der es vor fünf Jahren noch kategorisch ausgeschlossen hatte, dass die Firma vergrößert und über die Straße wachsen müsste. Zwischenzeitlich war Richter jedoch an die Pascalstraße gezogen und der Umsatz bei Wemhöner legte zu.

"Fachkräftemangel hat nur der, der nicht ausbildet"

Dazu dürfte auch das China-Geschäft beigetragen haben, in das die Anlagen- und Maschinenbauer 2010 eingestiegen sind. Zuletzt betrug der Anteil des Ablegers in der Millionenstadt Changzhou (zwei Autostunden von Shanghai entfernt) gut 30 Prozent. In Herford arbeiten für das Unternehmen derzeit 320 Mitarbeiter, weltweit sind es 500.

Mit Belebung des neuen Areals können weitere Arbeitsplätze am Stammsitz hinzu kommen. Wemhöner erklärt: „Bislang haben wir eine Hallenzufahrt, so dass sich mitunter an- und abfahrende Fahrzeuge gegenüberstehen. Das wird künftig nicht mehr so sein, weil wir dann auf der gegenüberliegenden Seite die Maschinen und Anlagen bearbeiten und ausliefern können. Wir entzerren die Prozesse, weil die Anlieferung dann im bisherigen Bereich stattfindet, wo auch zusätzliche Montageplätze entstehen sollen."

Sorgen, ob er diese Plätze auch besetzen kann, macht sich der 67-Jährige nicht. „Wir suchen Leute und finden sie auch. Fachkräftemangel hat nur der, der nicht ausbildet. Zehn Prozent unserer Mitarbeiter sind Auszubildende", sagt Heiner Wemhöner.

Gemeinsam mit ihnen und den anderen Beschäftigten, mit Freunden, Nachbarn und Geschäftspartnern soll die Einweihung der neuen 13,50 Meter hohen Halle gefeiert werden. Das Datum steht: Es wird der der 13. Juli sein. Heiner Wemhöner: „Das ist ein Freitag. Aber davor habe ich keine Angst."

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