VDMA Holzbearbeitungsmaschinen: Gute Auftragslage für 2018

Quelle:
VDMA/IHB
Besucher:
353
  • text size

Die deutschen Hersteller von Holzbearbeitungsmaschinen konnten die Produktion im Jahr 2017 um 10,4% auf 3,2 Mrd. Euro steigern. „Damit haben wir ein Rekordjahr hingelegt und die ursprüngliche Prognose von 5% weit übertroffen“, sagte Wolfgang Pöschl, der Vorsitzende des Fachverbands Holzbearbeitungsmaschinen im VDMA, anlässlich der Mitgliederversammlung des VDMA Fachverbandes in Leipzig. Auch für das Jahr 2018 gab sich Pöschl optimistisch: „Wir rechnen im laufenden Jahr mit einem weiteren Wachstum von rund 8%.“ Damit würde die Produktion in Deutschland auf mehr als 3,4 Mrd. Euro zulegen.

Treiber der Entwicklung sind laut dem Fachverband die weltweiten Megatrends wie Digitalisierung, nachhaltiges Bauen und Urbanisierung. Der Modernisierungsdruck sei deshalb insbesondere in den Industriestaaten erheblich. Aufgrund des bereits sehr hohen Niveaus sei allerdings mit einer Verringerung der Dynamik zu rechnen. Das gelte für Deutschland ebenso wie für die wichtigsten Exportmärkte in Europa, Nordamerika und Asien.

Export: USA und China sind die Zugpferde

Insgesamt konnte der Export im Jahr 2017 um 12,8% auf 2,4 Mrd. Euro zulegen. Das entsprach einer Exportquote von 74%. Die Spitzenplätze als wichtigste Absatzländer nahmen wieder die USA und China ein, die beide über 70% mehr Maschinen als im Jahr 2016 abnahmen. Die USA erreichten dabei eine Rekordnachfrage von 350 Mio. Euro. Die Lieferungen nach China konnten auf 302 Mio. Euro zulegen.

Mit Abstand folgen Frankreich, Polen und Österreich. Mit einem Zuwachs von 10% haben die Ausfuhren nach Russland nach zwei Jahren Durststrecke wieder ins Plus gedreht und einen Wert von 95 Mio. Euro erreicht.

Europäische Exportmärkte mit kleinem Minus im ersten Quartal 2018

Im ersten Quartal 2018 gab es im Export leichte Anlaufschwierigkeiten mit einem Minus von knapp 3%. Die Ausfuhren gingen im Vergleich zum Vorjahr auf einen Wert von 482 Mio. Euro zurück. Rückläufig war das Geschäft mit Frankreich, Großbritannien und der Schweiz. Die Top Märkte China und USA konnten hingegen nochmals um 31% bzw. 49% zulegen.

Deutscher Import Indiz für internationale Arbeitsteilung

Deutschland importierte im vergangenen Jahr Holzbearbeitungsmaschinen im Wert von 511 Mio. Euro (plus 8%) – auch dies ein Rekord. Vor allem die Lieferungen aus den Ländern Polen und Tschechien wuchsen mit 39%, bzw. 20% überdurchschnittlich. Polen war damit hinter China zweitwichtigstes Lieferland. Hinter den Erfolgen der osteuropäischen Nachbarn stehen laut dem Fachverband Holzbearbeitungsmaschinen mit großer Wahrscheinlichkeit Zulieferer der deutschen Maschinenbauer sowie Fertigungsstätten deutscher Eigentümer.

Veröffentliche Mitteilung