Polnischer Staatsforst hat offenbar Probleme, Sturmholz abzusetzen

Quelle:
PB/IHB
Besucher:
712
  • text size

Laut einem Bericht des polnischen Wirtschaftsmagazins Puls Biznesu hat der polnische Staatsforst Lasy Panstwowe offenbar massive Probleme, das nach dem Sturm im August angefallene Schadholz zu vermarkten.

Gründe sind laut Branchenvertretern, die in dem Bericht zitiert werden, zum einen die mangelnde Bereitschaft des Staatsforstes, die Preise für das Schadholz zu senken. Das Risiko eines Kaufs mutmaßlich anbrüchigen Holzes sei den meisten Sägewerke zu den verlangten Preisen zu hoch. Zudem sei die Sägeindustrie durch zuvor abgeschlossene Kaufverträge ohnehin mit Rundholz gesättigt. Zu guter Letzt wird vorgeschlagen, mit längeren Zahlungszielen zu arbeiten, um wenigstens das Finanzierungsrisiko für das Sturmholz zu minimieren. Offenbar ist der Staatsforst auch hier wenig entgegenkommend.

Angesichts der fortschreitenden Entwertung des Holzes bringe sich jetzt die Energiebranche ins Spiel, so Puls Biznesu. Die sei bereit, das Holz zu attraktiven Konditionen als Energieholz für ihre Kraftwerke abzunehmen.

In der Vergangenheit sei die ausreichende Versorgung der Holzkraftwerke schwierig gewesen. Es gibt in Polen offenbar Diskussion, welches Holz als Energieholz verkauft werden darf. Jetzt ist laut Puls Biznesu eine Regelung in Arbeit, nach der dies für Holz, das nach drei Auktionen immer noch nicht verkauft ist, der Fall sein soll.

Veröffentliche Mitteilung