Mosambik setzt Holz-Exportstopp in Kraft

Quelle:
MFL/IHB
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Laut einer Mitteilung des Holzhandelsunternehmens Mahate Florestal Lda hat die Regierung von Mosambik durch das Ministerium für Land, Umwelt und ländliche Entwicklung (MITADER) am 29. März 2018 ein Exportstopp für folgende Holzarten verhängt:

Chanfuta (Afzelia quanzenis oder Doussié)

Umbila (Pterocarpus angolensis or Afrikanisches Teak) und

Jambire/Panga Panga (Milletia stuhlmanni oder Wenge).

Die drei Holzarten repräsentieren demnach ein bedeutendes Exportvolumen der Forstwirtschaft Mosambiks. Der Export der Holzart Pau Preto (Dalbergia melanoxylon oder Blackwood) ist laut der Mitteilung von dem Exportstopp nicht betroffen. Das Exportverbot bringt Firmen wie Mahate Florestal in Schwierigkeiten hinsichtlich ihrer Lieferverpflichtungen, vor allem nach Europa.

Laut der Anordnung des Ministeriums gilt zudem ein Einschlagsverbot für folgende Holzarten:

Pterocarpus tinctorius (Nkula, Padouk),

Swartzia madagascariensis (Pau-ferro, Pau rosa) und

Combretum imberbe (Leadwood).

Exportstopp MosambikDarüber hinaus gilt eine Deckelung für den Holzeinschlag für 2018 von 350.000 cbm. Für den Export gilt eine Obergrenze von 436.000 cbm über alle Verarbeitungsstufen. Es müsse noch geklärt werden, wie die Einschlags- und Exportkontingente auf die Marktteilnehmer verteilt werden.

Die Forstindustrie befürchtet, dass der aktuelle Exportstopp ausländische Investitionen abwürgen wird. Diese seien aufgrund der unsteten Gesetzgebung in Mosambik ohnehin schwierig, obwohl sie gerade in der Forstindustrie dringend gebraucht würden. Ohne den Holzexport, der jetzt zu großen Teilen ausfalle, drohen Entlassungen und Betriebsstilllegungen, so das Unternehmen.

Mahate Florestal Lda ist ein mosambikanisches Unternehmen mit Eigentümern in der Schweiz. Es bewirtschaftet große Forstkonzessionen im Norden Mosambiks und betriebt Sägewerke. Das Unternehmen vertreibt seine Produkte, Halbfertigwaren für die Parkett- und Möbelherstellung vor allem in Europa und Asien.

 

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