Klenk Holz France SAS insolvent

Quelle:
Klenk
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Die Klenk Holz France SAS, Volgelsheim, hat am 31.3.2009 beim Gericht in Colmar einen Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens gestellt. Klenk will damit die deutschen Sägewerke sichern. Für die verbleibenden deutschen Standorte sei damit der Weg frei, den eingeleiteten Restrukturierungprozess zeitnah erfolgreich abschließen zu können. Laut Klenk-Pressemitteilung werden Finanzierer der Klenk-Gruppe den Prozess konstruktiv begleiten. Für die Gruppe sei die Insolvenz in Volgelsheim ein „Befreiungsschlag“.

Die Geschicke des elsässischen Werkes leitet von nun an ein vom Gericht zu bestellender Insolvenzverwalter. Die Schließung des Werkes in Volgelsheim habe keinerlei Auswirkungen auf die Belieferung des französischen Marktes. Bereits in der Vergangenheit seien wesentliche Teile des Produktportfolios für Frankreich an den deutschen Klenk-Standorten erzeugt worden. „Klenk ist ein großer Akteur auf dem Frankreichmarkt, wir werden diesen strategisch weiter ausbauen und auf die Bedürfnisse der Kunden hin weiter ausrichten“, hob Unternehmenssprecher Dr. Klaus Böltz hervor.

Rückblickend müsse man leider feststellen, dass das in Volgelsheim gestartete Projekt der industriellen Starkholzverarbeitung nicht zum Erfolg geführt habe. „Die erforderliche Wertschöpfung hat sich nicht erzielen lassen. Das hat am hohen Preis aber auch an der mangelnden Qualität des Starkholzes gelegen“, erläutert Böltz. Als Folge der hohen Verluste musste über Jahre hinweg die französische Gesellschaft mit Liquidität durch die Klenk Holz AG versorgt werden. Die Existenz bedrohende Entwicklung in der Sägeindustrie erlaube es der deutschen Muttergesellschaft einfach nicht mehr, für diese Verluste einzustehen.

Das Unternehmen leiste mit dieser Entscheidung auch einen gewichtigen Beitrag zur Kapazitätsbereinigung in der Sägeindustrie, die von allen Marktteilnehmern vehement gefordert werde. Bereits im Vorjahr habe die Klenk-Gruppe mit der Einschnittsreduktion von 3,4 auf 2,9 Mio. fm überproportional zur Marktentlastung beigetragen. In diesem Jahr werde der Einschnitt nochmals reduziert.
Veröffentliche Mitteilung