KWF-Tagung: Bayern und Tschechien wollen Waldbesitz stärken

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Bay.WBV/IHB
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KWF WaldbauerntagDer Sonntag, 12. Juni, der letzte Tag der KWF-Tagung in Roding, stand unter dem Motto Waldbauerntag. Im Zentralbereich der KWF-Tagung sprachen Vertreter aus der Forstwirtschaft des gastgebenden Bundeslandes Bayern sowie des Partnerlandes der KWF-Tagung Tschechien. Sie sprachen sich unisono gegen zusätzliche bürokratische oder einschränkende Belastungen für Waldbesitzer aus

Der vor kurzem neu gewählte Präsident des Bayerischen Waldbesitzerverbands Josef Ziegler stellte die Bedeutung der Forstwirtschaft und die Leistungen der Waldbesitzer heraus und erteilte überzogenen Forderungen und Vorgaben zur Einschränkung einer nachhaltigen und multifunktionalen Bewirtschaftung eine Absage. Wald und Forstwirtschaft seien wichtige Arbeitgeber und ein wesentlicher Teil zur Lösung der Klimaproblematik, so Ziegler.

Das Partnerland Tschechien war mit seinem Vorsitzenden der Privatwaldkammer des Waldbesitzerverbandes, Tomáš Graf Czernin, vertreten. Der frühere Außenminister und Europapolitiker Karel Fürst Schwarzenberg äußerte sich gegen eine übertriebene Regelungswut in Brüssel. Europa dürfe nur den Rahmen vorgeben, die Umsetzung und Konkretisierung müsse im Land und insbesondere in der Region erfolgen. Dem Eigentum und den Bewirtschaftern müsse mehr Vertrauen entgegen gebracht werden, so Schwarzenberg.

Der bayerische Forstminister Helmut Brunner sprach sich gegen eine Änderung des Bundeswaldgesetzes aus und versprach, den bayerischen Weg der Waldbewirtschaftung im Sinne von Schützen durch Nutzen konsequent fortzusetzen. Auch bei der Novellierung der Erbschaftssteuer sagte Minister Brunner zu, dass Bayern die Land- und Forstwirtschaft genauso wie die Familienbetriebe nicht zusätzlich belasten möchte.

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