Hessischer Waldbesitzerverband kritisiert FSC-Zertifizierung des Staatswaldes

Quelle:
Hesswald/IHB
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Der hessische Waldbesitzerverband kritisiert die FSC-Zertifizierung des Staatswaldes. Durch die, so der Verband, könnte der Landesforstbetrieb HessenForst dauerhaft in die roten Zahlen rutschen. Jeder geerntete Festmeter koste nach Berechnungen des Verbandes 5-10 Euro mehr durch die FSC-Zertifizierung. Das ergebe bei einer jährlichen Holzerntemenge von 2 Mio. fm eine Summe von 10-20 Mio. Euro.

Zudem mahnt der Waldbesitzerverband ein Gutachten zu den ökologischen und ökonomischen Folgen der FSC-Zertifizierung an, das Umweltministerin Priska Hinz eigentlich im Sommer 2017 hätte vorlegen wollen. Das Gutachten stehe immer noch aus. Deshalb begrüße man, dass der Hessische Rechnungshof nun die Folgen der FSC-Zertifizierung für die Wirtschaftlichkeit von HessenForst untersuche.

Eine Unvereinbarkeit sehen die Waldbesitzer zudem in der Erhöhung der Beförsterungsentgelte für private und kommunale Waldbesitzer mit dem Verweis auf die Einhaltung der Schuldenbremse mit einer gleichzeitigen Ausgabenerhöhung für die FSC-Zertifizierung.

Deshalb fordere der Verband Klarheit über die ökonomischen Folgen der FSC-Zertifizierung durch die unverzügliche Veröffentlichung des von Ministerin Hinz beauftragten externen Gutachtens.

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