Ungünstige Witterung belastet Bautätigkeit im Februar

Quelle:
SOKA-BAU/IHB
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Die Auswertung der von den Unternehmen der Bauwirtschaft an SOKA-BAU übermittelten Beitragsmeldungen hat ergeben, dass das effektive Arbeitsvolumen im Februar saisonbereinigt gegenüber dem Vormonat deutlich um 5,0% gesunken ist. Bereits zu Jahresbeginn war das Arbeitsvolumen gesunken. Auch die Bruttolohnsumme ging kräftig zurück (-6,0%), während die Zahl der gewerblichen Arbeitnehmer konstant blieb.

Dabei hat wohl auch die strenge Witterung zu der schwächeren Bautätigkeit beigetragen. So war der Monat Februar deutlich kälter als üblich mit teilweise strengem Frost. Auch die Frühindikatoren zeigten sich zuletzt wieder schwächer. Nachdem Großaufträge im Dezember zu einem starken Anstieg der volumenmäßigen Auftragseingänge im Bauhauptgewerbe geführt hatten, sind diese im Februar wieder deutlich gesunken (-12,8%). Auch die Baugenehmigungen im Hochbau haben im Januar wieder nachgegeben (-4,8%). Der Rückgang erstreckte sich über den Wohnungs- und Nichtwohnungsbau.

Die Rahmenbedingungen für die Bauwirtschaft haben sich in den vergangenen Wochen kaum verändert. Die Zinsen für neue Wohnungsbaukredite sind im Februar weiter leicht gestiegen und die Neukreditvergabe hat nach Daten der Deutschen Bundesbank zuletzt etwas nachgegeben. Das von der Regierung bereits angekündigte Baukindergeld dürfte zudem dazu führen, dass viele private Haushalte mit dem Bau des Eigenheims (bzw. dem Antrag auf Baugenehmigung) bis zur Verabschiedung des Gesetzes warten.

Die Aussichten für den Wirtschaftsbau sind nach wie vor gut. Kapazitätsengpässe im Verarbeitenden Gewerbe haben bereits zu drastischen Lieferengpässen geführt und stoßen Erweiterungsinvestitionen an. Der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie und der Zentralverband des Deutschen Baugewerbes erwarten für dieses Jahr einen Anstieg des Umsatzes im Bauhauptgewerbe um 4,0%.

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