Rund eine Million Festmeter Sturmholz in Sachsen-Anhalt nach Xavier und Herwart

Quelle:
WBVerband S.-A./IHB MK
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Der Waldbesitzerverband Sachsen-Anhalt schätzt den Sturmholzanfall nach den jüngsten Sturmereignissen auf rund eine Million Festmeter. Besonders der letzte Sturm, Herwart, habe große Schäden verursacht. Schadensschwerpunkte seien der Fläming, die Dübener Heide und der Harz. Die Sturmholzmenge entspreche ungefähr zwei Dritteln des Jahreseinschlags in Sachsen-Anhalt. Die Holzmenge werde im Zuge der regulären Bewirtschaftung aufgearbeitet, der Absatz sei gesichert.

Die größere Sorge der Waldbesitzer ist die ausbleibende Unterstützung durch das Umweltministerium, wie der Geschäftsführer des Waldbesitzerverbands Dr. Ehlert Natzke erklärt. Die Waldbesitzer fühlen angesichts immer häufigerer Sturmereignisse sich im Stich gelassen. Hintergrund ist eine sogenannte Katastrophen-Richtlinie, mit deren Hilfe nach Sturmschäden EU-Mittel zur Wiederaufforstung zur Verfügung gestellt werden könnten. Die Richtlinie hätte längst erlassen werden können, so Natzke, liege aber immer noch auf Eis.

Umweltministerin Claudia Dalbert begründe die Verzögerung bei der Richtlinie mit Bearbeitungsengpässen, so Natzke abschließend.

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