Polnische Säger stellen Forderungen zur Sturmholzverwertung

Quelle:
PIGPD/IHB
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Nach dem Sturm, der am 11. und 12. August Wälder in Nord- und Zentralpolen verwüstet hat, haben sich am 29. August auf Initiative der polnischen Handelskammer der Holzindustrie (PIGPD) Vertreter der polnischen Sägeindustrie im nordpolnischen Fojutowo getroffen, um einen Forderungskatalog zur Verwertung des Sturmholzes aufzustellen. Letzten Schätzungen zufolge wurden etwa 10 Mio. fm Holz geworfen und gebrochen. Der Rohstoffmarkt sei durch große Mengen Holz reduzierter Qualität geprägt. Diskutiert wurde der Verkaufsmodus des Staatswaldes. Die Industrievertreter kritisierten, dass trotz Einladung kein Vertreter des Staatswaldes zu dem Treffen gekommen sei.

Zentrale Forderung der Säger ist, dass Sturmholzmengen nicht auf die sogenannte Einkaufshistorie der Unternehmen angerechnet werden dürfen, um Nachteile für die Unternehmen für die Zeit nach der Sturmholzaufarbeitung zu vermeiden.

Für kleine und mittelständische Unternehmen im Sturmgebiet fordern die Unternehmen für die kommenden 10 Jahre Sonderlösungen, da ihnen auf längere Zeit hinweg die Rohstoffgrundlage entzogen worden sei.

Die Möglichkeit Sturmholz einzukaufen dürfe nicht auf bestimmte, vorher autorisierte, Unternehmen beschränkt werden, sondern müsse allen interessierten Unternehmen offenstehen. Darüber hinaus fordern die Unternehmen eine Unterstützung bei der Finanzierung der Holzkäufe aus dem Sturmgebiet durch Preisnachlässe, großzügige Abrechnungszeiträume und Sonderkredite. Auch der Privatwald sei in großem Umfang von Sturmschäden betroffen, die umgehend aufgearbeitet werden müssten. Deshalb dürfe Unternehmen, die Kontrakte mit dem Staatswald stornieren, um  Sturmholz im Privatwald einzukaufen, kein Nachteil entstehen.

Abschließend fordern die Holzindustrieunternehmen eine verstärkte Forschung zur Verwertung des Sturmholzes sowie zur Vermeidung künftiger Sturmschäden im Wald.

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