Digitalisierung in der Forstwirtschaft: Vernetzung im Wald

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LIGNA/IHB
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Die Digitalisierung in der Forstwirtschaft umfasst mittlerweile die gesamte Wertschöpfungskette und reicht von Waldinformationssystemen über die vernetzte Holzernte bis zum modernen Poltermanagement. Zum Einsatz kommen dabei Drohnen, Apps, Laserscanner und hochkomplexe IT-Programme. Besonders im Blickpunkt stehen nach wie vor die Großgeräte. Hier gewinnt die Vernetzung zwischen Forwarder, Harvester und Auftraggeber immer mehr an Bedeutung. Rottne hat solche Lösungen im Programm. Sie werden auf der LIGNA vom Rottne-Händler Kopa vorgestellt.

Das System überträgt Daten über die Tagesproduktion und die Holzposition automatisch vom Harvester an den Forwarder und unterstützt so den Holzabtransport. Durch das Forst-Geoinformationssystem werden kosten- und zeitintensive Umwege vermieden. Integriert in das System sind Programme zur Optimierung der Arbeitsplanung. Mittels eines Aufarbeitungssystems lassen sich außerdem auf dem Bildschirm Informationen zur Dimension der vom Aggregat bearbeiteten Bäume anzeigen. Bei anderen Forstmaschinen prognostiziert das Harvesteraggregat bereits beim Beginn des Aufarbeitens die zu erwartende Holzausbeute und errechnet vorab mögliche Sortimente.

Ähnlich hoch entwickelte Systeme haben John Deere und Ponsse im Programm. Die beiden Unternehmen sind durch ihre Händler Nuhn bzw. Wahlers auf der LIGNA vertreten. Mit der Opti-Produktfamilie präsentiert Wahlers dabei eine besonders umfassende Lösung aus Maschinensteuerungs- und Arbeitsverwaltungssystemen für Harvester, Rückezüge und kettenbasierte Anwendungen. LIGNA-Aussteller Terex bietet mit Telematics ein eigenes System für seine Fuchs Lademaschinen an. Es ist auch nachträglich in vorhandene Maschinen installierbar. Neben Informationen über Auslastung, Verbrauch und Störungen übermittelt es GPS-Daten. Mit Hilfe der genauen Standortangaben ist eine präzisere Einsatzplanung mit optimierten Maschinenbewegungen möglich. Zeppelin stellt in Hannover mit Connected Worksite ein vergleichbares Programm vor, das die Caterpillar-Maschinen mit dem Büro vernetzt und die Produktivität steigert.

Interessenten an der smarten Forstwirtschaft finden vor allem auf den Freiflächen der LIGNA ein breites Angebot vor. Auf der Aktionsfläche vor Pavillion 33 organisiert z. B. das Kuratorium für Waldarbeit und Forsttechnik (KWF) den aktuellen Stand der Technik für den forstlichen Einsatz unbemannten, ferngesteuerten Fluggeräte (UAV) und zu aktuellen foto-optischen Vermessungsverfahren für die Rundholzvermessung im Wald.

Ein weiterer attraktiver Anlaufpunkt ist der internationale Wood Industry Summit in der Halle 26 (H28), wo das KWF mit interessanten Fachvorträgen am Dienstag, 23. Mai über forstliche Digitalisierung informiert. Unter dem Tagesmotto "Wald 4.0 – Vision oder Zukunft?" wird z.B. mit ELDATsmart ein Tool präsentiert, das die Datenströme aller Teilnehmer an der Holzlogistikkette miteinander verknüpft. Darüber hinaus lohnt sich ein Besuch in den Pavillons 35, 33, 32 sowie den Aktionsflächen unter dem Expo-Dach, wo Aussteller und Forstpartner aktuelle Forstthemen präsentieren.

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