Der Energieholzsektor wächst. Vielfach denkt man dabei vor allem an Hackschnitzel. Dabei werden 90% des Energieholzes nach wie vor in Scheitform verbrannt. Ein paar Highlights aus dem Sektor Brennholzmaschinen der vergangenen KWF-Tagung:
Posch präsentiert den „AutoCut 700“
Der Brennholzautomat für vorgespaltene Scheite bis 135 cm Länge und 27 cm Durchmesser kommt ohne elektronische Steuerungen aus. Der Bediener legt das Schnittgut in eine Lade ein, die sich quer zum voll gekapselten 700 mm WIDIA- Sägeblatt hin und her bewegt. Die Schnittlänge kann stufenlos zwischen 20 und 50 cm gewählt werden. Das fertige Scheit wird über ein 4-Meter langes Förderband bis auf eine Höhe von max. 2,70 m abtransportiert.
Geschäftsführer Andreas Tinnacher demonstriert die Funktionsweise
Mit einem Bügel auf Kniehöhe kann die Schneidlade kurz abgebremst werden. Sie fährt dann zum bequemen Einlegen ganz heraus und bleibt stehen.
Die Schneidvorgänge erfolgen im 2-Sekunden-Takt. Das addiert sich nach Angaben des Herstellers bei optimaler Beschickung auf rund 8 Raummeter pro Stunde.
Das Ziel von Konstrukteur Thomas Gigler war es, eine Maschine zu bauen, die auch im Ein-Mann-Betrieb eine hohe Stundenleistung bei guter Sicherheit und robustem Aufbau ermöglicht.
Nicht weiter gehen als unbedingt notwendig
Opticut heißt die neue Steuerung für den "Palax Power 100 S" Brennholzautomaten. Nach dem Einschneiden in Stücke von 25 bis 60 cm Länge fällt das Holz in den Spaltkanal. Hier fährt der Spaltzylinder jetzt nur mehr soweit zurück, wie es die Rollenlänge erfordert. Für das Spaltkreuz entfällt der Leerweg somit fast vollständig. Die äußeren Kennwerte der Maschine bleiben ansonsten gleich: Maximal 40 cm Spaltdurchmesser bei 16 Tonnen Druck.
Kranspalter
Den bereits seit Jahren bekannten Kranspalter hat Brunner zum Brennholzprozessor weiter entwickelt. Mit der integrierten Harvestersäge kann nun auch Langholz abgelängt und im selben Arbeitsgang gespalten werden. Möglich wurde dies durch das versenkbare Spaltgitter.
Hot-Rod bei Binderberger
Ein chromglänzendes Ungetüm hatte man bei Binderberger ausgestellt: Der "Säge- und Spaltprofi" montiert auf einem Straßen-Fahrgestell. Mit den angebauten Förder-Rinnen für den Zu- und Abtransport des Holzes kann man hier eine kleine "Brennholzfabrik" auch bei längeren Anfahrtswegen schnell zum Einsatz bringen. Wobei allerdings die schicken Felgen nicht zur Serienausstattung gehören werden…