Rekord: 2016 wurden erstmals mehr als 100 Millionen Paletten produziert

Quelle:
HPE/IHB
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Die Hersteller von Paletten, Holzpackmitteln und Kabeltrommeln konnten im vergangenen Jahr bei insgesamt stabilen Umsätzen ihre Produktionsmengen weiter steigern. Die Herstellung von Paletten aus Holz legte - bei einer Rekord-Produktionsmenge von erstmals über 100 Millionen Stück  - um 4,4 Prozent zu, während die Produktion von Holzkisten um rund 3,7 Prozent zurückging.

"Die gute Wirtschaftslage in Deutschland, ein steigendes Handelsvolumen und zunehmendes Interesse an nachhaltigem Verpackungsmaterial sorgen bei unseren Herstellern für eine anhaltende Mengenkonjunktur. Gleichzeitig bleiben die Preise trotz steigender Produktionskosten wegen des enormen Wettbewerbs unter Druck", so der Geschäftsführer des Bundesverbandes Holzpackmittel, Paletten, Exportverpackung (HPE), Jan Kurth.

Die Produktionsmenge bezogen auf HPE-Betriebe mit mindestens 20 Beschäftigten stieg 2016 im Vergleich zu 2015 um gut 5,7 Prozent. Dabei erreichten die Hersteller von Paletten aus Holz mit einer Produktionsmenge von rund 102,9 Millionen Stück einen erneuten Rekordwert, dies entspricht einer Steigerung von gut 4,4 Prozent. In keinem Jahr verließen mehr Paletten die Betriebsstätten der meist mittelständischen Hersteller. "Die Holzpalette baut damit ihre Position als Ladungsträger Nr. 1 weiter aus. Immer mehr Kunden in der Logistikkette verlangen dabei mittlerweile eine statische Berechnung der maximalen Beladung für den jeweiligen Einsatzzweck", erklärt Kurth. Deshalb wächst neben den Produktionsmengen für Euro- und CP-Paletten insbesondere die Menge der in Deutschland hergestellten Sonderpaletten für spezielle, individuell geplante Ladungsfälle.

Die Nachfrage nach Kisten ging im vergangenen Jahr zurück. Es wurden rund 1,4 Millionen Kubikmeter Holz zu Verpackungseinheiten verbaut, eine Reduzierung von rund 3,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Dieser Wert stellt jedoch rein auf die Menge des verarbeiteten Holzes ab und berücksichtigt nicht die zunehmende Nachfrage nach logistischen Dienstleistungen in diesem Segment. Uneinheitlich stellt sich die Entwicklung des Außenhandels bei Betrachtung des wichtigsten Ladungsträgers der Holzpackmittelindustrie dar: Die Importe von Flachpaletten aus Holz sinken, während die Exporte deutlich steigen. So gingen die Importe von Flachpaletten 2016 um rund 0,9 Prozent auf rund 64 Millionen Stück zurück (2015: 64,6 Millionen), während die Exporte 2016 um rund 9,4 Prozent auf rund 31,3 Millionen Stück zulegten. "Aufgrund der anhaltend hohen Investitionen in Fertigungstechnik in Deutschland hat sich die Wettbewerbsposition unserer Hersteller weiter verbessert", so Kurth. Über alle Holzpackmittelprodukte hinweg sanken die Importe um 0,5 Prozent, während die Exporte um rund 1,9 Prozent zulegten.

Prognose für 2017

Mit Blick auf das Jahr 2017 zeigen sich die deutschen Hersteller der HPE-Branche weiter optimistisch. "Trotz weltweiter Unsicherheiten ist die deutsche Wirtschaft gut in das Jahr 2017 gestartet. Mit einem Plus von 1,7 Prozent im letzten Quartal 2016 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum und einem prognostizierten Plus von 1,8 Prozent für das erste Halbjahr 2017 beim Bruttoinlandsprodukt, wird der moderate Aufschwung der letzten fünf Jahre fortgesetzt. Die Industrieproduktion stieg in vielen Branchen an", so Kurth. Daneben haben sich auch die Ausfuhren in den vergangenen Monaten weiter belebt. "Die deutsche Wirtschaft bleibt 2017 nach Einschätzung vieler Experten auf Wachstumskurs. Die exportorientierte deutsche Wirtschaft geht davon aus, dass die positiven Impulse von Ländern außerhalb des EU-Raums eine weiterhin hohe weltweite Nachfrage nach Produkten, Maschinen und Anlagen unterstreichen. Von daher gesehen kann unsere vom Export abhängige deutsche Holzpackmittelindustrie durchaus positiv in die Zukunft blicken", schließt Kurth. 

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